Kontakt

Ev.-luth. Kirchengemeinde
Wohldorf-Ohlstedt

Bredenbekstraße 59
22397 Hamburg
Tel.: 605 08 52
Fax: 605 08 56

Pastor

Karsten Schumacher
Mo.-Fr. 9:00-13:00 Uhr
Tel.: 605 08 52
Tel.: 605 42 22
karsten.schumacher@kirche-wohldorf-ohlstedt.de


Kirchenbüro

Birgitt Pioch
Di, Do, Fr: 10:30 - 12:30 Uhr
Tel.: 605 08 52
buero@kirche-wohldorf-ohlstedt.de
Stichwort
Wirklich wahr
„Ich schwöre, Digger, Alter eh…“ Wer in der U-Bahn sitzt, kann das gelegentlich hören, was unsere Sprache auch kann. Mit einem Schwur will einer bekräftigen, dass er oder sie die Wahrheit sagt. Politiker schwören einen Eid, wenn Sie ein hohes Amt übernehmen. Manche mit der Formel „So wahr mir Gott helfe“. Damit gibt einer zu erkennen, ob er oder sie sich auch vor Gott in der Verantwortung sieht.

Wenn man allerdings bei Matthäus in der Bergpredigt liest, dann lehnt Jesus dort das Schwören ab. „Eure Rede sei ja, ja oder nein, nein. Was darüber ist, ist von Übel“ Wer sich an die Wahrheit hält, braucht keinen Schwur mit Hand auf der Bibel (und wenn eine nicht reicht, auf zwei.)

Was ist wahr und was gelogen, was sind alternative Fakten, was ist verifiziert, was sind falsch Meldungen, worauf können wir uns verlassen, wo beginnt der Spielraum für Deutungen und Missverständnisse? Offenbar entwickelt es sich zu einem gesellschaftlichen Spiel, in dieser Grau- Zone zu jonglieren. Und die lange Nase von Pinoccio ist schon lange kein Thema mehr.

Die meisten Menschen merken aber zugleich, dass dies ein gefährliches Spiel ist. Wir sind im Miteinander darauf angewiesen, dass wir unterscheiden können, was wirklich wahr ist und was Schwindel. Sonst verlieren wir Orientierung und Halt. Eigentlich sollte es uns helfen kritisch zu prüfen, dass uns heute so viel an Information zu Verfügung steht. Aber welchen Informationen können wir nun vertrauen, und wo werden wir manipuliert? Das zu erkennen scheint eher schwerer als leichter geworden zu sein – auch wenn es das nie wirklich war.

Aber unser Vertrauen zu Menschen beruht darauf, dass wir uns auf die Wahrheit ihrer Aussagen verlassen können. In einer Welt der Lügen geht alles Vertrauen verloren. Darum trennen sich Partner, die oft belogen wurden, darum müssen (bisher) Politiker, die in Demokratien lügen, zurücktreten.
In der Bibel kämpft ein Politiker mit der Frage nach Wahrheit. Er heißt Pilatus und führt das Verhör des Jesus von Nazareth. Ist es wahr, was die aufgebrachte Menge ruft - Will er den Aufstand oder ist er so harmlos, wie es für Pilatus den offensichtlichen Anschein hat? “Was ist Wahrheit?“ , fragt er am Ende.

Was wirklich wahr ist, das ist die Liebe ohne Bedingungen, für die dieser Jesus steht. Ohne dass Menschen liebevoll miteinander umgehen ist auch die Wahrheit kalt und unbarmherzig. Das weiß jedes Kind.
 
Freiheit
Liebe Einwohner von Wohldorf-Ohlstedt!

Weihnachten im Hause Luther, so wie es vermutlich nie gewesen ist. Ein Stich aus dem 19. Jahrhundert zeigt, wie einer vor 150 Jahren sich wünschte, dass es gewesen wäre. Martin und Katharina Luther mit den Kindern am Weihnachtsbaum. Luther mit der Laute und der beste Freund, Philipp Melanchton, ist auch da.

Weihnachten hat viel mit unseren inneren Bildern und Wünschen zu tun. Was Ernst Bloch über „Heimat“ sagte, trifft auf Weihnachten sicher zu:  Es ist etwas, „das allen in die Kindheit scheint, und worin noch niemand war“. Die Erinnerung kann vieles vergolden zu Weihnachten, wie auch im Gedenken an die Reformation. Die Realität war nicht so heil wie wir sie erinnern. Und unsere Versuche sie wiederzugewinnen ohne nachhaltigen Erfolg.

Im 500-sten Jubiläumsjahr der Reformation fragen wir uns, welche Wirkungen diese Epoche und ihre zentrale Figur Martin Luther ausmachen. Wie hat das, was damals geschah, unser Leben verändert und geprägt bis heute hin? Wenn wir auf unsere Weise Weihnachten zu feiern blicken, dann finden wir eine ganze  Menge von Luther Geprägtes:
Bis dahin war der Nikolaus der Geschenke-Überbringer. Die Heiligenlegende von Bischof Nikolaus von Myra war die  Basis dafür, dass Kinder beschenkt wurden. Aber für Luther standen die Heiligen ja dem direkten Zugang der Christen zu Christus im Wege. Kein Heiliger und keine Priester brauchte der Christ zur Heilung seiner Seele.
So wuchs die Bedeutung von Weihnach ten. Also das Christkind statt des Nikolaus, der dann später durch die Hintertür als „Weihnachtsmann“ wieder seinen Auftritt bekam. Ohne Geschenke geht es eben nicht.

Aber Luthers ganze Aufmerksamkeit war auf den menschwerdenden Gott gerichtet. Das wurde an Weihnachten zum Zentrum seiner Lieder und Gedanken:
„Den aller Weltkreis nie beschloss, der liegt in Marien Schoß. Er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhält allein.“ Das hat ihn gerührt, bewegt und froh gemacht. Dieser Gott wird mein Bruder als Mensch. Ich in meinen menschlichen Miseren bin gemeint. Man mag darin Anfänge des modernen Individualismus sehen – zurecht wahrscheinlich. Aber was für eine Befreiung von aller Bevormundung war damit in der Welt! Und diese Freiheit ist bis heute immer wieder in Gefahr. Sie ist der wichtigste Schatz den wir Protestanten hüten müssen.

„Nun wer bist Du? Wer sind wir? Sind wir nicht alle Menschen? Ja. Wer soll sich denn dies Kindleins annehmen,  denn eben die Menschen? Die Engel bedürfen sein nicht, die Teufel wollen sein nicht.
Wir aber bedürfen sein, und um unseretwillen ist er Mensch geworden. Deshalb gebührt es uns Menschen, dass wir mit Freuden uns sollen sein annehmen…“ (M. Luther)

Dass uns dies gelingt und von Weihnachten ein Friedenszeichen ausgeht, ist mein Wunsch zum Weihnachstfest und für das neue Jahr 2017.
Ihr Karsten Schumacher, Pastor in Wohldorf-Ohlstedt


Bredenbekstraße 59, 22397 Hamburg
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Persönliche Sprechzeit:
Di. 10-12 Uhr und Do. 19-20 Uhr

 
Wandel
Nichts ist so beständig wie der Wandel. Das gilt auch für unsere Kirchengemeinde. Wir werden auf Veränderungen zugehen in den kommenden Jahren.

Nichts ist so beständig wie der Wandel. Manchmal mag man denken, diese Binsenweisheit betrifft Wohldorf-Ohlstedt gar nicht so recht. Hier gehen die Veränderungen scheinbar langsamer vor sich. Die Menschen leben oft lange hier und schätzen die beschauliche Stabilität des Ortes.

 In den vergangenen Monaten ist mit den Flüchtlingen ein Stück Globalisierung über den Ort gekommen. Mit erheblichen Nachteilen für die Lebensqualität für einige Menschen. Mit Hilfsbereitschaft und ungeahntem Engagement. Da hat sich einiges bewegt. Die Flüchtlinge verlassen nach und nach die Zelte auf dem Ohlstedter Platz. Manche sind traurig eine liebgewonnene Aufgabe zu verlieren. Auch in der Kirchengemeinde gibt es dazu allerdings unterschiedliche Haltungen. Aber wir bleiben zusammen. Das macht Gemeinde auch aus.

Nichts ist so beständig wie der Wandel. Das gilt auch für die Kirchengemeinde selbst. Wir werden auf Veränderungen zugehen in den kommenden Jahren. Das hat folgende Gründe:

  •     Nach einer Reihe von stabilen Jahren hat die Mitgliederzahl in der letzten 4 Jahren abgenommen.
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  •     Unsere Gemeinde - wie andere auch - können kaum alleine auskömmliche Stellen für Mitarbeiter finanzieren.
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  •     Der Bestand an kirchlichen Gebäuden muss angepasst werden. Wohldorf-Ohlstedt ist allerdings als zu erhalten vom Kirchenkreis eingestuft.
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  •     Wegen zu geringen Nachwuchses wird es künftig - ab 2020 - schwierig, freie Pfarrstellen (vor allem in Teilzeit) zu besetzten.

Aus diesen Gründen hat sich der Kirchengemeinderat entschlossen die Veränderungen aktiv zu gestalten. Er ist mit der Nachbargemeinde in Lemsahl-Mellingstedt in Gespräche eingetreten, um die Grundlagen für den Zusammenschluss der beiden Gemeinden zu schaffen. Dabei ist natürlich vorrangiges Ziel, dass die Nähe zu den Menschen vor Ort erhalten bleibt. Der neue Kirchengemeinderat, der am 1. Advent gewählt wird, wird vor diesen Aufgaben stehen.

Wie können nun die Wohldorf-Ohlstedter Einfluss nehmen?

  •     Werden Sie Gemeindemitglied! Das stärkt uns vor Ort. Wir brauchen ihre Unterstützung für die Weitergabe des christlichen Glaubens. Sprechen sie ein Mitglied des Kirchengemeinderates an oder den Verfasser, vor allem, wenn es um eine Taufe geht.
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  •     Nehmen sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv am Gemeindeleben teil. Wir brauchen Ihre Impulse.
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  •     Gehen Sie zur Wahl am 1. Advent oder nutzen Sie die Briefwahl, damit die Ehrenamtlichen des Kirchengemeinderates ein breites Mandat erhalten, die Zukunft zu gestalten.
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Eines bleibt gewiss: christliche Gemeinde wird es ganz sicher weiterhin geben. Die befreiende Botschaft von der unbedingten Liebe Gottes zum Leben, für die Jesus Christus einstand, wird zu hören bleiben. Nichts ist so beständig wie der Wandel. Der formen wie das geschieht.

Und im Übrigen hat dieser Jesus gesagt: Wer seine Hand an den Pflug legt und zurückschaut, der ist nicht geeignet für Gottes erneuerte Welt.-

Ihr Karsten Schumacher, Pastor in Wohldorf-Ohlstedt
 


Aktuelle Termine

  • 26.03.2017 | 11.00
    Familiengottesdienst: Die Gemeinschaft gibt Kraft, Lukas 22, Wohldorf-Ohlstedt
  • 26.03.2017 | 18.00
    Jugendgottesdienst "I have a dream", Wohldorf-Ohlstedt
  • 02.04.2017 | 09.30
    Abendmahlsgottesdienst, Pastor K. Schumacher, Wohldorf-Ohlstedt
  • 02.04.2017 | 10.40
    Bücherstube nach dem Gottesdienst, Wohldorf-Ohlstedt
  • 02.04.2017 | 18.00
    Jugendgottesdienst in Wohldorf-Ohlstedt, Wohldorf-Ohlstedt
Die Evangelischen Kirchen Oberalster